Das Tagebuch unserer Trans-Alp!


1.Tag: Imst- Ischgl

Nachdem der Wecker früh um 4 Uhr geklingelt hatte und wir ins beschauliche Dorf Imst in Österreich gefahren waren begann für uns am DATUM die Trans-Alp.
Um ca. 9 Uhr frühs machten wir uns auf den Weg in Richtung Landeck. Die ersten 20 km rollten wir uns gemütlich ein, dann legten wir an einem Bach eine erste kurze Pause ein. BILD Von dort begann der Aufstieg zum Almstüberl, auf welchem wir uns mehrmals mit einem netten Pärchen trafen. Da dieses ein GPS-System hatte schlossen wir uns bald zusammen und bewältigten den Rest des Tages gemeinsamm, was ein großer Vorteil für uns war, denn so fanden wir einige wirklich schöne Trails direkt nach Ischgl. Ungefähr 20 Kilometer ereignete sich über uns jedoch ein Wolkenbruch, in Dessen Folge wir erst ca. 30 Minuten abwarteten mussten. Allerdings entschlossen wir uns anschließend doch mit Regenbekleidung weiterzufahren.
So trudelten wir gegen ZEIT in Ischgl ein. Nachdem wir eine kleine, gemütliche Pension gefunden hatten schlossen wir den Tag mit einer großen Portion Spaghetti ab, besprachen die Strecke für den nächsten Tag und legten uns um ca. 20 Uhr schlafen.

2.Tag: Ischgl- Scoul

Der nächste Tag begann für uns mit einer ausgiebigen Unterhaltung mit unserer Gastwirten während des Frühstücks. Aufgrund einer Gewitter-Vorhersage für das Zeblasjoch empfahl uns diese
jenes auszulassen und gleich den Fimberpass zu befahren. Nachdem wir uns entschlossen hatten ihrem Rat zu folgen machten wir uns an den ca. 1300 Höhenmeter langen Anstieg.
Unterwegs passierten wir die Schweizer Grenze.
Das Wetter wurde je weiter wir nach oben kamen immer besser und so gönnten wir uns eine Portion Nudeln in der Heidelberger Hütte. Anschließend hatten wir noch einmal ca. 300 sehr steile Höhenmeter zu bewältigen, was konkret bedeutete dass wir unsere Räder eineinhalb Stunden zum Pass hochhievten. BILDAls wir nach diesem kräftezehrenden Akt am Pass angekommen waren wurden wir mit einem schier unendlichen Singletrail ins Tal belohnt. Der Trail verlangte uns fahrtechnisch alles ab, an einigen Stellen mussten wir schieben. Womit keiner von uns erwartet hätte war die geistige Anstrengung und die Belastung der Schultern und Hände. Immer öfter mussten wir Pausen einlegen um uns zu entspannen. Als wir fast im Tal angekommen waren begann es zu regnen.
Als wir, schon völlig durchnässt, in Zuort, den Ort der eigentlich als Etappenziel für diesen Tag eingeplant gewesen war erreichten, dachten wir uns dass sich eine Weiterfahrt vermutlich lohnen würde und so fuhren wir erst nach Sinestra, wo wir eine letzte Pause für diesen Tag einschoben, und anschließend nach Scoul wo wir uns in einem kleinen Privatzimmer einquartierten.

3.Tag: Scoul- Umbrail

Ein langer Asphaltanstieg nach St.-Charl erwartete uns am dritten Tag unserer Trans-Alp.
Direkt von der Pension an ging es bergauf und bis wir St.- Charl erreicht hatten machten wir keine Pause. Als wir dort angekommen bemerkten dass es erst 9 Uhr war beschlossen wir an diesem Tag die Höhenmeterzahl etwas nach oben zu schrauben und nicht wie geplant nur den Passo de Constains sondern auch den Umbrailpass zu befahren. So machten wir uns weiter auf den Weg zum Passo de Constains. Das Gute Wetter an diesem Tag bot uns ein traumhaftes Panorama, doch nicht nur das Wetter sondern ebenfalls der Trail war traumhaft. Schnell legten wir den Weg nach Santa Maria zurück. Als wir ums ca. halb 12 dort angekommen waren machten wir eine halbe Stunde Pause und wagten uns dann an den Aufstieg. Der Weg wurde zu einer wahren Qual, da unsere Hinterteile und Rücken schon von 2 Tagen und knapp 1000 Höhenmetern vorbelastet waren. Als wir am Gipfel angekommen waren (und somit auch in Italien) zeigte der Höhenmesser über 2200 gefahrene Höhenmeter an diesem Tag an.
Doch damit nicht genug:
Oben angekommen erwartete uns gleich der nächste Schock, es gab nämlich nur eine Pension die Zimmer zur Verfügung stellte. Der Hygienezustand der Zimmer war wirklich katastrophal. Zentimeterdicker Staub auf dem Boden, unsaubere Bettwäsche oder die Raumtemperatur von 17 Grad- das alles war nicht wirklich angenehm. Das Bett war so dreckig dass wir uns entschlossen die Bettdecke nicht zu benutzen sondern in unserer Fahrradkleidung zu schlafen. So endete ein weiterer anstrengender Tag

4. Tag: Umbrail – Ponte di Legno

Nach der kalten Nacht, in der wir trotz vieler Klamotten gefrohren und daher schlecht geschlafen hatten, realisierten wir, dass nächste Problem. Man konnte nicht 20 Meter weit sehn, so dicht waren die Nebelschwaden. Das bedeutete nichts mit der Bocchetta di Forcola , da wir auf schmalen Pfäden neben dem Abgrund auf 2768 Meter hochgekommen wären und dies bei einer Sichtweite von teilweise unter 20 Metern sehr gefährlich wäre. So entschlossen wir uns nach dem mageren Frühstück (nicht anders erwaretet) die direkte Abfahrt bei 7° Celsius nach Bormio zu wagen. Nach 27 Minuten erreichten wir das 19 km weit entfernet Bormio. Wir frühstückten das zweite mal und erkundigten uns, ob es in Pezzo unserem heutigen Zielort, eine Unterkunft gäbe. Da wir erfuhren, dass Pezzo ein kleines Dorf sei entschieden wir uns einen Umweg nach Ponte di Legno zu machen. So machten wir uns auf den ca. 25 km langen Aufstieg bis zum Passo di Gavia. Gut gelaunt die Unterkunft auf dem Umtraipass hinter uns gelassen zu haben begann nun die richtige Etappe. Unser erstes Ziel war Santa Caterina, wo wir eine erste Rast machten. Danach hieß es wieder auf den Sattel. Das Wetter wurde um so höher wir wurden schlechter und es zog sich immer weiter hoch, und wir zählten schon die Kilometer, da es aussah als ob es kein Ende nehmen würde. Kurz vor dem Ziel machten wir noch einmal eine kurze Pause, an einem Denkmal für die Opfer im 3.Reich.(war des so?) BILD Nach dieser kurzen Bildpause fuhren wir weiter. Die Sichtweite betrug maximal 20 Meter. Oben angekommen, bei Regen, Nebel und starkem Wind, machten wir wiederrum eine kurze Verschnaufpause zogen uns alle Klamotten, da nun die, bei 8° Celsius, Abfahrt begonn. Da der Weg nur aus Asphalt bestand waren wir ziemlich zügig bei der Abzweigung zu Pezzo fuhren jedoch weiter nach Ponte di Legno. Wie sich am nächsten Tag herrausstellte war dies auch eine gute Entscheidung da in Pezzo keine Unterkunft zu finden war. So kamen wir in Ponte di Legno an funden eine billige Unterkunft mit einem sehr netten Italiener. Wir aßen 2 stücke Pizza für insgesamt 7 € pro Person und gingen noch mal im Discounter einkaufen. Danach begaben wir uns auf unser Zimmer und planten den nächsten Tag. Danach gingen wir wie jeden Tag früh ins Bett.


Tag 5,6 folgen

News:


Der Bericht + Fakten unser Trans-Alp ist nun online !!!


31.08.2008 Start der Trans-Alp


26.07.2008 Teilnahme am Burning-Bike

29.06.2008 Teilnahme am Spessart-Bike-Marathon Frammersbach


01.06.2008 Teilname am Fichtelgebirgsmarathon Bayreuth


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